Wäre Donald Trump gerne Konsument?

Versicherung

2016 war ein aufregendes Jahr – nicht nur für Sparer und Anleger. Wer hätte gedacht, dass der aus Queens stammende Trump künftiger Präsident der USA wird? Und wer könnte sich vorstellen, dass dies auch für Österreichs Konsumenten mittelbar Konsequenzen hat? Potenzielle Häuslebauer aufgepasst!

Und vielleicht nicht nur diese. Denn 2017 dürften, seit längerem wieder einmal, die Zinsen für Konsumkredite und Baufinanzierungen in Österreich steigen. Dies vermutlich nur sehr moderat, aber immerhin. Ja, richtig gelesen!

Zwar wird der künftige US-Präsident – entgegen seinem polternden Gehabe aus dem US-Wahlkampf – quasi als Trump „light“ ab Jänner im Weißen Haus starten. Im Schlepptau seines 1000 Milliarden schweren Investitions- und Konjunkturprogramms der neuen Administration in Washington dürfte aber die US-Notenbank bald an der Zinsschraube drehen. Erste deutliche Zeichen in diese Richtung gibt es bereits jetzt.

Draghi und EZB unter Zugzwang?

Und Europa? Anders als in den USA, brummt die europäische Wirtschaft noch nicht wirklich. Was machen also die EZB und ihr zuletzt eher schweigsame Anführer Mario Draghi? Wie immer dürften Entscheidungen in den USA auch in den europäischen Finanzmärkten auf Dauer nicht ohne Folgen bleiben. Schon im zu Ende gehenden Jahr scheint die Inflationskurve erste – lange erhoffte – Drehmanöver zu vollziehen. Die Verbraucherpreise steigen leicht, und mit ihnen auch bald die Zinskonditionen für Finanzierungen.

Erst 2017 aber wird sich dieser Trend allerdings nachhaltiger bestätigen. Und zuallererst bei längerfristigen Baufinanzierungen und Hypothekarkrediten zu einem moderaten, aber durchaus merklichen Anstieg der Zinsen führen. Ob dies auch für klassische Konsumentenkredite gilt, und Banken hier ebenfalls schon zu einer Zinswende bereit sind – das bleibt vorerst abzuwarten.

Eines ist sicher: Die EZB setzt auch im kommenden Jahr ihr Programm der Stützungskäufe bei Staatsanleihen konsequent fort, und wird kaum am Null-Leitzins rütteln.

Hoffnung für Sparer?

Genau dies könnte das Zinsdilemma für uns Sparer in Österreich und Europa weiter fortführen. Auf Zinssteigerungen am Tagesgeld- oder Festgeldkonto jedenfalls sollte wir auch 2017 eher nicht wetten. Und so bleibt festzustellen:

Das ein oder andere Zinsschnäppchen wohl ausgenommen, gilt auch im nächsten Jahr: Sparzinsen vergleichen, und mit Top-Angeboten beim Tagesgeld und Festgeld der Inflation trotzen.

Wir Konsumenten sind am Zug

Sie als Sparer wie Kreditnehmer sollten auch 2017 auf der Hut sein – und das in zweifacher Weise.

Für notwendige oder geplante Finanzierungen – nicht unbedingt also für Weihnachtsgeschenke und Reisen – gilt es bereits jetzt Angebote einzuholen und genau zu rechnen. Denn wenn Sie in naher Zukunft einen Kredit oder eine Baufinanzierung abschließen, könnten Sie diese/n noch um den einen oder anderen zehntel Prozentpunkt günstiger ergattern, als beispielsweise Mitte oder Ende des kommenden Jahres.

Dass sich dies gerade bei größeren Finanzierungen mit längeren Laufzeiten lohnt, zeigt ein kurzer Blick in unsere Kreditvergleiche.

Wenn Sie Ihren Spargroschen am Tagesgeldkonto parken wollen, sollten Sie bereits jetzt eines der aktuellen Top-Angebote nutzen – und sich entspannt zurücklehnen. Denn, steigen die Sparzinsen in den kommenden 12 Monaten tatsächlich, ist das täglich fällige Konto rasch gewechselt und am neuen – vermutlich einem Online-Sparkonto – flux veranlagt.

Ganz so sorglos können Sie als Sparer bei der Wahl eines Festgeldkontos aber nicht sein. Zwar gibt es auch hier aktuell durchaus sehr gute Zinsangebote. In Sachen Laufzeit gilt aber: weniger ist mehr. 6, 12 oder maximal 24 Monate veranlagt, bleiben Sie auch hier auf der sicheren Seite, und bei Bedarf ausreichend flexibel.

Eine Frage bleibt für mich: Wäre Donald Trump gerne ein ganz normaler Konsument in diesen Zeiten? Egal! Im Namen unseres gesamten Teams von vergleich24 möchte ich Ihnen für Ihr Vertrauen in diesem Jahr danken. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei allen Geldangelegenheiten, und ebenso friedliche wie besinnliche Weihnachtstage.

Starten Sie gut ins neue Jahr, und bleiben Sie auch trotz Donald Trump weiterhin eines – heiter.

Ihr Johann Lackner