Bankkonten – welche gibt es und für wen sind sie geeignet?

Rechnungen bezahlen, die Miete überweisen, im Kaufhaus oder online im Internet shoppen, das Monatsgehalt pünktlich überwiesen bekommen, oder einfach nur Geld veranlagen – unser gesamter Zahlungsverkehr läuft heute fast ausnahmslos ohne Bargeld. Für die allermeisten Dinge des Alltags brauchen wir dazu ein Bankkonto.

Doch welche Arten von Konten bzw. Bankkonten gibt es eigentlich? Für wen ist welches Konto geeignet? Und wo gibt es Unterschiede? Hier klären wir Sie auf!

Inhalt: Girokonto | Gehaltskonto | Pensionskonto | Jugend- und Studentenkonto | Kreditkonto (Kreditkarte) | Ehegattenkonto | Sparkonto

  • Das Girokonto

    Von jung bis alt – fast jeder hat es: das Girokonto. Es ist das meistgebrauchte Bankkonto in Österreich. Als Kontokorrentkonto dient es quasi jedermann für den täglichen bargeldlosen Zahlungsverkehr. Über das Girokonto werden alle laufenden Zahlungseingänge und Zahlungsausgänge abgewickelt.

    Ein Girokonto kann sowohl in der Filiale, als auch online per Internet geführt werden. Vor allem bei einem Online-Girokonto fallen in Österreich in der Regel keinerlei Spesen mehr an. Dies ist wichtig, denn monatliche Spesen – für die Überweisung bis zum Kontoauszug – können aufs Jahr gerechnet zu erheblichen Kosten führen. 100 Euro und mehr an Spesen können Sie so locker einsparen.

    Dies gilt auch für die Dispozinsen, die anfallen, falls Sie Ihr Girokonto einmal für eine gewisse Zeit überziehen müssen. Denn hier sind die Zinssätze bei den Banken höchst unterschiedlich. Ein günstiges Online-Girokonto kommt hier mit rund 7 % aus, die teuersten hingegen verlangen horrende 12 % und mehr an Überziehungszinsen.

    Ideal ist es aber auch, wenn Sie für Guthaben auf Ihrem Girokonto sogar Zinsen lukrieren können, entweder auf dem Girokonto selbst – oder auf einem dazugehörigen Sparkonto. Bei Direktbanken ist solch ein Sparkonto ebenfalls meist spesenfrei.

    Mittlerweile Standard beim Girokonto ist eine spesenfrei Bankomatkarte, mit der Sie nicht nur im Kaufhaus um die Ecke bezahlen können, sondern auch am Bankomat Bargeld beheben oder sogar einzahlen können. Bei vielen Banken geht dies österreichweit kostenlos, einige Girokonten haben zusätzlich sogar eine Kreditkarte inkludiert, die bargeldloses Bezahlen und Beheben in ganz Europa oder sogar darüber hinaus möglich macht.

    Das Girokonto ist also der Allrounder unter den Bankkonten für den bargeldlosen täglichen Zahlungsverkehr – von der Mietüberweisung bis zum Bezahlen an der Tankstelle.

    Tipp: Schauen Sie sich nach einem spesenfreien Girokonto um, das möglichst wenig Überziehungszinsen parat hält und eine ebenso spesenfreie Bankomatkarte bzw. Kreditkarte.

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  • Das Gehaltskonto

    Sie sind berufstätig und haben noch kein günstiges Bankkonto für Ihren monatlichen Gehaltseingang? Auch hier haben Banken in Österreich ein spezielles Produkt für Sie parat: das Gehaltskonto.

    Im Prinzip funktioniert ein Gehaltskonto wie ein Girokonto. Auch hierüber können Sie alle bargeldlosen Zahlungen im Alltag tätigen – vom Monatsgehalt bis zur Telefonrechnung.

    Für ein gutes Gehaltskonto gelten die gleichen Bedingungen wie für das Girokonto: Spesenfreie Kontoführung, gratis Bankomat- und Kreditkarte – und spesenfreies Online Banking. Bei den Banken in Österreich stechen auch hier vor allem die Direktbanken positiv hervor: easybank, bankdirekt oder die Hello Bank beispielsweise bieten ein vollkommen spesenfreies Gehaltskonto an – samt gratis Kontokarten und günstiger Überziehungszinsen für den Fall der Fälle!

    Eine „Spezialität“ gibt es aber beim Gehaltskonto: Im Gegensatz zum Girokonto verlangen viele Banken auf dem Gehaltskonto einen monatlichen Mindest-Gehaltseingang, um den gesamten kostenlosen Service auch tatsächlich zu bieten. Gerade für Wenig-Verdiener kann das zu Extrakosten führen, und ist ein Gehaltskonto nicht immer die beste Wahl.

    Tipp: Nehmen Sie sich Zeit und prüfen genau, ob sich ein Wechsel auf ein Gehaltskonto für Sie rechnet. Mit etwas Glück können Sie bei einer Neueröffnung sogar einen extra Eröffnungsbonus ergattern.

  • Das Pensionskonto

    Eine rein Österreichische „Sonderform“ des Bankkontos ist das sogenannte Pensionskonto. Zwar wird der Begriff Pensionskonto von Banken oft gleichgesetzt mit Gehaltskonto oder Girokonto – quasi das Bankkonto der Pensionäre für deren bargeldlosen Zahlungsverkehr. Solch ein Pensionskonto funktioniert dann im Prinzip wie ein normales Giro- oder Gehaltskonto, meist aber mit weniger Zusatzleistungen wie beispielsweise Kreditkarte oder Online-Banking.

    Von ihrem Ursprung her dient das Pensionskonto nach dem Allgemeinen Pensionsgesetz in Österreich aber als Ansparkonto für die spätere Pension aller versicherten Arbeitnehmer, die in einem Arbeitsverhältnis stehen.

    Für jede Arbeitnehmerin und für jeden Arbeitnehmer in Österreich wird ein solches Pensionskonto automatisch errichtet, auf dem am Ende eines Kalenderjahres die jährliche Pensions-Gutschrift auf dem Pensionskonto ermittelt wird: 1,78 % vom Jahresverdienst werden hier aktuell für die spätere Pension veranlagt, bis zu einem maximalen monatlich Verdienst von 5.425 €.

    Die gesamten jährlichen Gutschriften auf dem Pensionskonto ergeben dann eine Gutschrift, die beim späteren Pensionsantritt zur Ermittlung der Jahrespension dient. Zur Errechnung der tatsächlichen Monatspension wird diese Gesamtgutschrift durch den Faktor 14 geteilt.

    Seit der Einführung des sogenannten „neuen Pensionskontos“ zum 1. Jänner 2014 werden die Pensionen für alle Personen, die ab dem 1. Jänner 1955 geborenen wurden, ausschließlich auf Basis eines einzigen Pensionskontosystems berechnet.

    Das Girokonto ist also der Allrounder unter den Bankkonten für den bargeldlosen täglichen Zahlungsverkehr – von der Mietüberweisung bis zum Bezahlen an der Tankstelle.

    Tipp: Alle Versicherten, die ab 1. Jänner 1955 geboren sind und bis zum 31. Dezember 2004 mindestens einen Versicherungsmonat erworben haben, erhalten eine Kontoerstgutschrift: Die bis Ende 2013 erworbenen Versicherungsmonate werden zusammengeschlossen und als Kontoerstgutschrift ins neue Pensionskonto übertragen. Erkundigen Sie sich regelmäßig über den aktuellen Stand Ihres Pensionskontos!

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  • Das Jugendkonto & Studentenkonto

    Jugendliche brauchen ein Konto. Und das gibt es bei vielen Banken in Form des Jugendkontos und Studentenkontos. Ob für das Ausbildungsgehalt, im Studentenheim, den Gebühren für Fitnessstudio oder für den lang ersehnten Handyvertrag: Überall im Leben der Jugendlichen wird per Dauerauftrag Geld überwiesen oder behoben.

    Da Jugendliche mit dem ersten selbst verdienten Geld oder während des Studiums ohne größerem oder regelmäßigen Einkommen, am täglichen Zahlungsverkehr teilnehmen wollen und müssen, haben viele Banken wie beispielsweise Erste Bank, Bank Austria, BAWAG P.S.K. oder auch die Volks- und Raiffeisenbanken in Österreich eigens Jugend- und Studentenkonten längst im Angebot.

    Jugendkonto und Studentenkonto – hier gibt es viele Extras gratis

    Neben Electronic Banking und spesenfreier Bankomatkarte oder Visa Card, werden für Jugend- und Studentenkonten meist zahlreiche Specials wie Club-Mitgliedschaften, Ticket-Service, Bonusprogramme oder eine eMobile Versicherung – etwa für Handy, Tablet und Laptop – gleich mit geliefert – und zwar spesenfrei.

    Schulden

    Vom Prinzip her funktioniert ein Jugend- und Studentenkonto wie das übliche Girokonto bei Erwachsenen auch. Meist aber gibt es beim Jugendkonto und Studentenkonto Einschränkungen beim Dispokredit – insbesondere wird bei geringerem oder unregelmäßigem Geldeingang am Konto ein Überziehungsrahmen für den Dispokredit nur für ein gewisses Budget und nach einer gewissen Karenzzeit angeboten.

    Vor allem Kreditkarten zum Jugend- und Studentenkonto werden von Banken meist nur auf Guthabenbasis – auch Prepaid genannt – angeboten. So soll eine unnötige Überziehung oder gar eine Verschuldung der Jugendlichen und Studenten schon in jungen Jahren vermieden werden.

    Tipp: Um ein Jugend- oder Studentenkonto eröffnen zu können, ist eine Inskriptionsbestätigung notwendig. Diese muss in regelmäßigen Abständen – etwa zu Beginn eines neuen Semesters oder durch die Eltern und Ausbilder – der Bank vorgelegt werden.

    Sparen

    Eine „Spezialität“ gibt es aber beim Gehaltskonto für jugendliche und Studenten: Viele Banken verlangen auf dem Jugendkonto und Studentenkonto einen monatlichen Mindest-Gehaltseingang, um ihren kostenlosen Service auch tatsächlich zu bieten. Gerade für Schüler, Studenten oder Auszubildende mit kleinem monatlichen Geldeingang kann das aber zu Extrakosten führen. Hier ist also ein Gehaltskonto nicht immer die beste Wahl.

    Vergleich

    Unter den zahlreichen Angeboten von Jugend- und Studentenkonten sollten sich Interessenten in Ruhe umschauen und die einzelnen Features der Jugend- und Gehaltskonten genau vergleichen. Denn oft steckt der Hund im Detail. Hier drohen bei unregelmäßigem oder zu geringem monatlichen Geldeingang, aber auch bei zu geringen Umsätzen oft versteckte Spesen. Diese machen dann das Jugendkonto und Studentenkonto sogar unnötig teuer.

    Die vielen Specials oder auch Boni alleine sollten jedenfalls nicht entscheidend sein für die Eröffnung eines Jugendkontos und Studentenkontos.

    Positiv: Fast alle Jugend- und Studentenkonten haben einen Startbonus im Gepäck

  • Das Kreditkonto (Kreditkarte)

    Die Kreditkarte ist längst nicht mehr ein Privileg von Geschäftsleuten oder Vielreisenden. Auch zum Bezahlen von Waren und Dienstleistungen im täglichen Privatleben sowie für Online-Geldtransaktionen jeder Art, sind Kreditkarten heute weltweit einsetzbar. Auch weil Kreditkarten heute bei fast jedem klassischen Girokonto inkludiert sind, ist die Kreditkarte zu einem der beliebtesten Zahlungsmittel in Österreich überhaupt geworden.

    Vier große Herausgeber und Anbieter von Kreditkarten gibt es in Europa: Neben Visa und MasterCard sind dies Diners sowie American Express – oft auch kurz Amex genannt. Speziell in Österreich gibt es zudem noch Kreditkarten von easybank, DKB, card complete Service Bank, PayLife Bank und DC Bank.

    Wichtig für Ihren persönlichen Verwendungszweck: Es gibt drei verschiedene Arten von Kreditkarten, die Charge-Karte, die Debit-Karte und die Prepaid-Karte.

    Die Prepaid-Kreditkarte ist eine Sonderform der Kreditkarte, da diese rein auf Guthabenbasis geführt wird, d.h. Sie müssen zuvor Geld auf die Kreditkarte überweisen oder einzahlen, bevor Sie diese im bargeldlosen Zahlungsverkehr oder zum Beheben von Bargeld am Bankomat verwenden können.

    Die Prepaid-Kreditkarte eignet sich vor allem für Konsumenten mit einem schlechten Kredit-Scoring beim Kreditschutzverband (KSV), da diesen meist kein Kreditrahmen mehr auf einem Bankkonto eingeräumt wird, und sie somit keine „normale“ Kreditkarte beantragen können. Auch für Studenten und Jugendliche ist die Prepaid-Kreditkarte ein ideales Zahlungsmittel, beispielsweise um sich vor dem Risiko hoher Dispozinsen und somit drohender Verschuldung zu schützen.

    Debit-Karten hingegen sind wirkliche Kreditkarten, welche durch Bezahlung oder Behebung belastet werden können. Bei Verwendung der Debit-Karte wird das Referenzkonto – dies ist in er Regel das Girokonto – des Konsumenten sofort belastet. Der belastete Geldbetrag auf der Kreditkarte muss also sofort durch Überweisung vom Girokonto ausgeglichen werden.

    Bei den meisten Kreditkarten handelt es sich jedoch um Charge-Karten. Bei dieser vollwertigen Kreditkarte müssen Belastungen auf dem Kreditkartenkonto erst innerhalb von 30 Tagen ausgeglichen werden. Vorteil: Extra Zinsen sind dafür nicht zu bezahlen.

    Die sogenannte Credit-Card hingegen – bei der es sich im Gegensatz zu den vorher genannten um eine „echte“ Kreditkarte handelt – erlaubt es dagegen, permanent Kredit am Konto aufzunehmen. Allerdings fallen dafür meist recht hohe Kreditspesen an.

    Alle Kreditkarten ermöglichen Ihnen viele Anwendungsmöglichkeiten: Sie dient als Bargeldersatz beim Shoppen oder im Restaurant und kann etwa für Online-Einkäufe oder zum Buchen des Urlaubs genutzt werden. Gleichzeitig können Sie damit Bargeld am Bankomat beheben. Welche Spesen dabei anfallen, ist von Anbieter zu Anbieter sehr verschieden. Viele Banken bieten etwa spesenfreies Beheben an den eigenen Bankomaten an. Andere Kreditinstitute ermöglichen es ihren Konsumenten mit ihrer Visa Card an allen Bankomaten Bargeld zu beheben – ohne dafür Spesen zu bezahlen. Hier muss man auch zwischen Behebungen im Inland sowie innerhalb und außerhalb der Eurozone unterscheiden. Weltweit kostenlos Geld zu beheben geht beispielsweise mit der Visa Card der Deutschen Kreditbank (DKB) – die bei ihrem Cash Kono bereits spesenfrei inkludiert ist.

    Wenn Sie ihr Kreditkartenkonto öfter oder gar regelmäßig überziehen, sollte beim Vergleich die Höhe des Überziehungszinses an erster Stelle stehen. Denn so praktisch der Dispokredit im Alltag ist, durch die meist hohen Effektivzinsen des Dispo bei Kreditkarten kann dieser sehr rasch zur Kostenfalle werden.

    Tipp: Wichtig bei der Wahl Ihrer Kreditkarte sind neben den jährlichen Grundspesen für die Karte selbst die Spesen für deren Einsatz beim täglichen Bezahlen oder beim Beheben am Bankomat, ebenso wie die die Zahl der verfügbaren Bankomaten für die jeweilige Kreditkarte im In- und Ausland. MasterCard wie auch Visa haben beispielsweise weit über 20 Millionen Akzeptanzstellen in der ganzen Welt. Und: Neben der Kreditkarte quasi für Jedermann, gibt es bei jedem Kreditkartenanbieter auch spezielle Ausführungen der Kreditkarte als Silber-, Gold- und Platinkarte. Diese bieten zwar deutlich besseren Service, wie etwa umfangreiche Versicherungspakete, sind aber deutlich teurer.

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Das Ehegattenkonto: Einzelkonto oder Gemeinschaftskonto

Girokonto, Gehaltskonto, Pensionskonto, Studentenkonto: Nahezu für jede Konsumentengruppe gibt es speziell zugeschnittene Bankkonten in Österreich. Dies gilt natürlich auch für verheiratete oder eingetragene Paare. Sogenannte Ehegattenkonten arbeiten vergleichbar dem „normalen“ Giro- oder Gehaltskonto, erleichtern aber dank Kontovollmacht für beide Eheleute die gemeinsam veranlagten Finanzen im Alltag meist sehr. Hierbei halten Banken – je nach Wunsch der Kunden – in der Regel zwei Varianten vor:

Das Einzelkonto

Beim Einzelkonto, als eine Variante des Ehegattenkontos, ist der Kontoinhaber ein Ehegatte allein, auch wenn der andere Ehegatte natürlich eine Kontovollmacht für dieses Konto besitzt. Dies hat zur Folge, dass beim Einzelkonto nur der Kontoinhaber als Gläubiger aller Kontoguthaben haftet, egal, welcher der beiden Partner Überweisungen, Einzahlungen oder Behebungen vornimmt. Das Geld, das am Konto liegt, gehört also rein rechtlich nur einem der beiden Ehegatten.

Das gilt natürlich auch für alle negativen Salden, sprich Schulden, die durch Überziehung am Konto entstehen – vom Kontoinhaber selbst, dem bevollmächtigtem Ehegatten, aber auch durch Dritte – beispielsweise durch eine erteile Einzugsermächtigung. Der Kontoinhaber haftet also alleine, kann aber auch die Höhe des Überziehungsrahmens, also die Höhe des Dispolimits, mit der Bank vereinbaren.

Falls Sie das wünschen, können Sie Guthaben auf einem Einzelkonto auch ganz oder teilweise beiden Ehegatten vertraglich zusprechen. Dies ist sinnvoll, wenn etwa beide Arbeitseinkommen der Ehegatten monatlich auf das Einzelkonto fließen, oder das Einzelkonto regelmäßig durch beide bespart wird. Im Fall der Fälle haben hier beide Ehegatten einen rechtlichen Anspruch auf das jeweils von ihnen eingebrachte Guthaben am Konto. Banken verlangen hierfür aber einen schriftlichen Vertragszusatz.

Das Gemeinschaftskonto

Wie das Wort bereits andeutet, sind bei der zweiten Variante des Ehegattenkontos, dem Gemeinschaftskonto, beide Ehegatten gemeinsame Kontoinhaber. Guthaben wie Schulden gehören hier rein rechtlich jedem Ehegatten jeweils zur Hälfte zu – und zwar egal, wer von beiden sie quasi verursacht hat. Im Klartext: Als Gesamtgläubiger eines Gemeinschaftskontos haften beide Eheleute jeweils für den anderen – und sind auch verpflichtet, gegenseitig das Konto bei Bedarf auszugleichen. Übrigens gilt dies unabhängig von den güterrechtlichen Verhältnissen der Eheleute, etwa ob in der Ehe Gütergemeinschaft oder Gütertrennung vereinbart wurde.

Es spielt also keine Rolle, woher das Guthaben oder die Schulden am Gemeinschaftskonto stammen, sie gehören beiden Kontoinhaber jeweils zur Hälfte: Verdient beispielsweise nur der Ehemann, gehört das monatliche Gehalt am Konto auch der Ehefrau zur Hälfte. Umgekehrt haften auch beide Ehegatten für Schulden am Konto jeweils hälftig – auch dann, wenn ein Ehegatte ohne Zustimmung des anderen einen größeren Betrag behoben hat, ohne den anderen vorher zu fragen. Auch Schulden am Gemeinschaftskonto sind also gemeinsame Schulden.

Eine Ausnahme kann sein, wenn ein Ehegatte vorsätzlich den anderen schädigen möchte, beispielsweise das angesparte Guthaben am Gemeinschaftskonto bei einer Trennung oder Scheidung plötzlich komplett „plündert“. Einen Vorsatz tatsächlich zu beweisen, dürfte im Alltag aber sehr schwer sein.

Tipp: Ob Sie ein Einzelkonto oder ein Gemeinschaftskonto als Ehegattenkonto wählen, ist also nicht nur reine „Geschmackssache“, es hat auch rechtliche Konsequenzen. Falls Sie Ihre Finanzen auf einem Ehegattenkonto eigenverantwortlich verwalten möchten, empfiehlt sich ein Einzelkonto. Sollen die Finanzen unabhängig der jeweiligen Handlungen am Konto gemeinsam geregelt werden, ist das Gemeinschaftskonto die „gerechtere“ Variante.

Das Sparkonto: Sparbuch, Tagesgeldkonto, Termingeldkonto

Das Sparbuch

Es ist nach wie vor das Lieblingskind unter den Sparkonten der Österreicherinnen und Österreicher: das Sparbuch. Mit einer fast 200 Jahre alten Tradition ist das Sparbuch in Österreich oft seit Generationen fester Bestandteil in den Familien, wenn es darum geht, sein Geld sicher zu veranlagen.

Die Sicherheit zählt zweifelsohne zu den Vorteilen des Sparbuchs, sind Einlagen hier doch entweder über die österreichische oder europäische Einlagensicherung in der Regel bis zu 100.000 € Anlagesumme oder darüber hinaus zu 100 % besichert.

Für den Durchschnittssparer also völlig ausreichend, was man in Sachen Verzinsung allerdings nicht mehr behaupten kann. 0,25 % Zinsen – in den meisten Fällen sogar deutlich weniger – zahlen die Banken in der Regel an Zinsen am Sparbuch, dies reicht nicht mal aus, um die Inflation in Österreich auszugleichen. Kommt noch die KEST. obendrauf, wird das Sparbuch erst recht zum Minusgeschäft für Sie als Sparer. Das kann ein Tagesgeldkonto oder Festgeldkonto heute deutlich besser.

Hinzu kommt, dass das Sparbuch in den meisten Fällen mit einer 3-monatigen Kündigungsfrist versehen ist, und oft nur bis zu 2.000 € monatlich spesenfrei am Sparbuch behoben werden können. Sie können also bei Bedarf nicht tagesaktuell unbegrenzt über ihre Einlagen am Sparbuch verfügen. Ein klares Minus in Sachen flexibles Sparen.

Obendrauf – und das sollte man nicht vergessen – sind zumindest Sparbücher in der Bankfiliale keinesfalls spesenfrei. Nur einzelne Online-Sparbücher schließen in Sachen Grundspesen erst in den letzten Jahren zu spesenfreien moderne Online-Sparkunden der modernen Direktbanken auf.

Tipp: Schlecht verzinst und wenig flexibel. Wenn Sie auf der Suche nach einem soliden sicheren Sparkonto sind um hier Ihren Notgroschen oder Ihr Erspartes zu veranlagen, ist das Sparbuch heute nicht mehr die erste Wahl. Historie hin oder her.

Das Tagesgeldkonto

Im Gegensatz zum Tagesgeldkonto. Das Tagesgeldkonto – vielfach bei uns auch täglich fälliges Sparkonto genannt – ist ein Meister an Flexibilität und Zinsertrag, ideal also für den modernen sicherheitsorientierten Sparer von heute. Ihr Tagesgeldkonto können Sie jederzeit völlig frei von Kündigungsfristen oder Anlagebegrenzungen besparen – oder auch täglich über eine beliebige Summe am Tagesgeldkonto verfügen.

Tagesgeldkonten, gerade in der Online-Ausführung modernen Direktbanken, sind in Österreich völlig spesenfrei. Über ein Referenzkonto – meist Ihr eigenes Girokonto – wird der elektronische Zahlungsverkehr dank e-Banking meist in Echtzeit abgewickelt.

Viele der Tagesgeldkonten werden mittlerweile von Direktbanken aus dem europäischen Ausland angeboten. In punkto Sicherheit tut dies aber keinen Abbruch, denn über die länderspezifischen Sicherungsfonds sind mittlerweile in ganz Europa Einlagen auf dem Tagesgeldkonto bis zu 100.000 € besichert. Bei vielen österreichischen Banken liegt diese Sicherungsgrenze sogar noch höher, sind sie doch Mitglied bei der gesetzlichen Sicherungseinrichtung der Banken und Bankiers, der Einlagensicherung der Banken & Bankiers Gesellschaft m.b.H.

Einer der größten Vorteile eines Tagesgeldkontos ist aber die recht gute Verzinsung. 1,0 % oder gar noch mehr an Sparzinsen sind bei Spitzenanbietern möglich, im Vergleich zum Sparbuch ein Vielfaches. Zwar können sich die Sparzinsen am Tagesgeldkonto täglich verändern, aber nicht wenige Direktbanken bieten mittlerweile bei der Neueröffnung eines Tagesgeldkontos sogar eine Zinsgarantie für drei, vier oder mehr Monate.

Tipp: Wenn Sie ein sicheres und flexibles Sparkonto suchen, sind Sie mit dem Tagesgeldkonto bestens bedient. Ihr Tagesgeldkonto sollte spesenfrei sein, über modernes Online- und e-Banking verfügen und eine gute Verzinsung – idealerweise sogar mit einer anfänglichen Zinsgarantie – aufweisen. Ein Tagesgeldkonto eignet sich als „Depot“ für den Notgroschen aber auch zum regelmäßigen Besparen per Sparplan.

Tipp: Schlecht verzinst und wenig flexibel. Wenn Sie auf der Suche nach einem soliden sicheren Sparkonto sind um hier Ihren Notgroschen oder Ihr Erspartes zu veranlagen, ist das Sparbuch heute nicht mehr die erste Wahl. Historie hin oder her.
Das Termingeldkonto

Genauso sicher wie ein Tagesgeldkonto, ist das Termingeldkonto – oft auch Festgeldkonto genannt – der ideale Begleiter, wenn Sie Ihr Erspartes fix für einen festen Zeitraum veranlagen möchten. Je nach Laufzeit, werden Termingeldkonten teils deutlich besser verzinst als ein Tagesgeldkonto, erst recht natürlich im Vergleich zum Sparbuch.

Die häufigsten Laufzeiten, die Sparer beim Termingeldkonto wählen, sind 12 bis 36 Monate. In Österreich können Sie Ihr Erspartes bei den meisten Banken aber bis zu 10 Jahren veranlagen. Auch kurz laufende Termingeldkonten mit 3, 6 oder 9 Monaten Laufzeit werden vielfach angeboten.

Wichtig beim Termingeldkonto: Beim Veranlagen vereinbaren Sie vor Vertragsabschluss eine fixe Laufzeit und einen fixen Anlagebetrag mit Ihrer Bank. Für diese vereinbarte Laufzeit müssen Sie ihr Geld auf dem Termingeldkonto auch tatsächlich veranlagen. Eine frühzeitige Kündigung ist in der Regel nicht möglich. Wenn Ihnen die Bank dennoch einen Ausstieg ermöglicht, dann nur mit meist hohen Verzugsspesen. Dies schmälert aber die Zinsrendite insgesamt erheblich.

Viele Banken verlangen zur Eröffnung eines Termingeldkontos eine Mindesteinlage, meist zwischen 2.000 € und 5.000 €. Dies sollten Sie ebenso beachten, wie die mögliche maximale Anlagesumme. Häufig werden die angebotenen Zinsen nämlich nur bis zu einem gewissen Anlagebetrag gezahlt. Für Beträge darüber sinkt die Verzinsung meist erheblich ab.

In punkto Sicherheit stehen Termingeldkonten – auch europäischer Banken aus dem Ausland – denen von Tagesgeldkonten nicht nach. Auch hier gelten Sicherungsgrenzen der länderspezifischen Sicherungsfonds bis zu 100.000 €. Für Banken aus Österreich, die Mitglied bei der gesetzlichen Sicherungseinrichtung der Banken und Bankiers sind, gelten oft weit höhere Sicherungssummen.

Wie Tagesgeldkonten, werden Termingeldkonten bei Direktbanken meist online geführt. So können Sie beispielsweise den aktuellen Kontostand samt Verzinsung jederzeit einsehen. Neben einer Verzinsung zum Laufzeitende, verzinsen viele Banken ihre Termingeldkonten jährlich. Gerade bei längeren Laufzeiten von Termingeldern können sich hier für Sie zusätzliche Renditechancen durch die Wiederveranlagung der ausgezahlten Zinsen am Konto ergeben (Zinseszinseffekt).

Tipp: Veranlagen Sie Ihr Erspartes nur auf einem Termingeldkonto, wenn Sie den Anlagebetrag auch tatsächlich für die gesamte Laufzeit nicht dringend brauchen. Allzu lange Laufzeiten sollten Sie beim Termingeld aber nicht wählen: Erstens steigen die Zinsen ab mittleren Laufzeiten von 24 oder 36 nicht wesentlich weiter an. Zweitens können in relativ naher Zeit die Festgeldzinsen wieder zulegen. Mit Termingeldern von 6 oder 12 Monaten sind Sie dann so flexibel, dass Sie Ihr Erspartes auf einem besser verzinsten Termingeldkonto neu veranlagen können.