Zinsertrag: Spesen und Strafzinsen sind das Problem

  1. Zinsertrag 2017: Spesen und Strafzinsen sind das Problem

Wie viel Zinsen lukrieren Sie auf Ihrem Sparkonto aktuell – und was geht davon an Spesen und Gebühren an Ihre Bank? Gerade bei Sparkonten und Sparcards sollten Konsumenten auf den Zinsertrag achten – das ergab ein Test der Arbeiterkammer.


„Bei täglich fälligen Sparkonten und Sparcards ist auffällig, dass nur drei von acht Banken keine Spesen verrechnen“, das bemerkt AK Konsumentenschützer Christian Prantner – und das zu Recht! „Die restlichen fünf Banken verrechnen Kontoführungsspesen zwischen 0,85 und 1,50 Euro pro Quartal“, weiß der erfahrene Prantner.

Jährliche Kartengebühren, extra Spesen für händisch bearbeitete Buchungen, Schließungsspesen beim Auflösen eines Sparbuchs und sogar Strafzinsen beim vorzeitigen Beheben auf dem Sparbuch mit Bindungsfrist – alles das frisst zusätzlich Rendite bei den derzeit ohnehin schon mauen Sparzinsen.

Beispiel: Bei einem täglich fälligen Sparkonto mit einem Zinssatz von 0,05 Prozent erreichen Sparer bei 10.000 Euro nicht einmal 4 Euro an Zinsertrag (nach Steuer).“

Was ist also zu tun – anlässlich des bevorstehenden Weltspartages 2017?

Vergleichen Sie unbedingt die Zinsen!

Zuallererst sollten Sie die Verzinsung Ihrer bestehenden Sparbücher kontrollieren. Festgelder mit Fixzinsen bieten meist keine Verhandlungsmöglichkeiten, bei täglich fälligen Sparkonten mit variablen Zinsen sieht es ganz anders aus: Hier können Sie aktuell bis zu einem Prozent und mehr an Sparzinsen lukrieren.

Achten Sie auf die Bindungsfristen!

Wissen Sie, wann die vereinbarte Laufzeit Ihres Sparbuches endet – dies sollten Sie unbedingt beachten. Verpassen Sie diesen Termin, bleibt Ihr Geld am Sparkonto liegen – im schlechtesten Falle zu mickrigen Zinsen.

Zinsen nachtragen lassen!

Immer zum Jahreswechsel sollten Sie Ihre Zinsen für das abgelaufene Jahr am Sparbuch nachtragen lassen – das schafft sogar einen zusätzlichen Zinseszinseffekt auf dem Sparkonto.

Kleine Kreditzinsen statt Mini-Sparzinsen!

Wenn Sie aktuell Geld im Sparstrumpf und einen Kredit am Laufen haben, sollten sie überlegen, diesen zumindest teilweise oder sogar ganz zurückzahlen. Denn die Kreditzinsen sind – vor allem bei älteren Finanzierungen – deutlich höher, als die Zinsen, die Sie am Sparbuch oder Festgeld lukrieren könnten. Bei älteren Krediten mit höheren Summen rentiert sich auch ein Umschuldungskredit für Sie.

Strafzinsen vermeiden!

Auch ein wichtiger Punkt: Fragen Sie vor Abschluss eines Sparbuchs oder Sparkontos mit Bindungsfrist immer, ob bei vorzeitiger Auflösung oder teilweiser Auszahlung Vorschusszinsen anfallen. Das spart im Notfall viel Geld.

Fondssparen als Alternative!

Wertpapiere sind nicht jedermanns Sache, waren aber in den vergangenen Jahren mehr als erfolgreich. Wenn sie also einen Teil Ihrer Ersparnisse adäquat veranlagen möchten, sollten Sie Sparpläne mit Fonds, Aktien oder Zertifikaten durchaus mit einplanen. Hierzu brauchen Sie vor allem einen erfahrenen und kostengünstigen Online-Broker. Diesen und Ihr passendes Depot finden in unserem Depot Vergleich.

Unser Tipp: Viel Erfolg am Weltspartag 2017 und vergleichen Sie stets die Zinsen! Die aktuell besten Konditionen finden Sie auf den Vergleichen bei vergleich24.at.

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